Schwerpunkte der Vorsorge J1

Für uns ist das Gespräch mit dem Jugendlichen vorrangig - ohne Beisein eines Elternteils. Deshalb sollte der/die Jugendliche auch möglichst freiwillig an der Vorsorge teilnehmen und nicht dazu genötigt werden. Üblicherweise gehen die Jungen zu den Ärzten, die Mädchen zu unseren Ärztinnen. Auch ist für den/die Jugendliche wichtig vorab zu wissen, dass wir eine Schweigepflicht selbst gegenüber den Eltern haben. Nur so ist ein vertrauensvolles Gespräch möglich.

Im Vordergrund steht nicht eine Untersuchung durchzuziehen, sondern problembezogen Punkte anzusprechen und ggf. gezielt zu untersuchen. Routinemäßig wird nur Größe und Gewicht gemessen, die Endgrößenabschätzung vorgenommen, der Body-Mass-Index ermittelt und Hören, Sehen und der Blutdruck untersucht, sowie der Impfstatus festgestellt.

Im Einzelgespräch mit dem Jugendlichen sind alterstypische Problemfelder Gegenstand des Gespräches, wie zB. Schulsorgen, körperliche Fitness/Sport, Pubertätskonflikte, auf Wunsch auch Sexualität und Verhütung. Falls körperliche Risikofaktoren bestehen wie Über-/Untergewicht oder zB. Haltungsauffälligkeiten wird das angesprochen.

Zuletzt werden die Eltern dazu gebeten. Bei chronischen Erkrankungen in der Familie wird geprüft, ob eine Untersuchung auf Früherkennung sinnvoll und möglich ist, besonders bei Schilddrüsenerkrankungen und Fettstoffwechselsstörungen. Und es besteht natürlich auch Gelegenheit die elterlichen Sorgen und Fragen durchzusprechen.